Allgemein, Urlaub

Albanien – Durrës – 3. Etappe

Aufbruch

Unsere Motorradkleidung war vom letzten Regenguss soweit getrocknet, dass unserer Weiterfahrt nach Durrës in Albanien nichts mehr im Weg stand. Ein holländischer Gast mit Motorrad, der in 10 Tagen von Holland bis in den Norden Griechenlands seine 3000 km gefahren war, hatte es noch vor dem Regenguss ins Hotel geschafft. Er war auch immer schon um 8 Uhr unterwegs – ob wir unsere Zeitplanung ebenfalls etwas umstellen sollen?! Laut Wetterbericht vermutlich besser.

Aufbruch nach Albanien

Nach dem Frühstück begannen wir unseren Trip bei frischen 16 °C – unsere Wünsche für den nächsten Urlaub werden wir viel genauer definieren müssen. – Kühler als 35 °C, die wir letztes Jahr in Griechenland hatten, muss ja nicht gleich 16 °C heißen!!

Im Laufe des Tages aber kamen wir erstmals auf sommerliche Temperaturen über 30 °C – wieder einmal bei meinem Motorrad 1 °C mehr, als beim Ivo. Es ist echt egal, auf welchen Motorrädern wir fahren, ob Ivo oder ich voranfahre, völlig egal: meine Maschine ist einfach heißer. 😉

Grenzübergang

Willkommen in Albanien

Wir – stimmt eigentlich nicht, denn Planen und Organisieren macht vorwiegend Ivo und das perfekt!! Also: Ivo hat einen kleinen Grenzübergang im inneren des Landes gewählt, damit wir direkt in das Tal des Wildflusses Vjosa kamen. Am Grenzübergang steht ein großes Gebäude, aber bis man jemanden antrifft, dauert es etwas. Alles ging aber gänzlich unkompliziert und sehr freundlich. – Der Albaner meinte zwar, dass unser Nachname – Siebenförcher – schon sehr lang ist. Er musste alles händisch eingeben, während der Grieche vorher unseren Pass nur einscannen brauchte.

Also über die Grenz-Brücke und schon konnten wir die Schrift wieder lesen (auch wenn wir weiterhin nichts verstehen) und es war auf einmal wieder eine Stunde früher. Siehste, wir waren doch früher unterwegs als gedacht.

Grünes Albanien

Grüne Landschaft so weit das Auge reicht

Die ersten Kilometer waren ziemlich gerade, aber dann wurde die Straße interessanter. Feine Kurven, die sich in den Berg hinauf schlängeln und dann angenehm wieder runter. Gut zum Fahren und anfangs auch mit wenig Verkehr.

Grüne hügelige Landschaft soweit das Auge reicht. Der Fluss Vjosa darf sich, wenn er mehr Wasser führt als momentan, sehr weit ausdehnen – ohne Verbauung oder Begradigung. Ab und zu sieht man abenteuerliche Brücken, die scheinbar benutzt werden, aber nicht so ganz mein Vertrauen genießen.

Brücke im Vjosa Tal

Diese Straßenbrücke hingegen ist in einem viel besseren Zustand und ein imposanter Bau. 😉

Sommerlicher Tag in Durrës

Unsere Unterkunft, die wir diesmal trocken erreicht haben, liegt zwar schon in Durrës, ist aber immer noch 7 km außerhalb. Gut, dass wir einen, nein sogar zwei, fahrbare Untersätze haben und somit leicht hinein kommen. Auch das Parken ist mit zwei Rädern leichter, als mit vier und so spazieren wir am Strand entlang bis wir ein für uns passendes Frühstückslokal gefunden haben.

Mit der albanischen Sprache kann ich so überhaupt nichts verbinden. Wir haben uns zwar von Einheimischen vorsprechen lassen und auch Tante Google öfters konsultiert, aber weder „Hallo“ (Përshëndetje) noch „Danke“ (Faleminderit) hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Vielleicht dann jetzt, da ich es geschrieben habe. – Ebenfalls lang und kompliziert – nicht nur unser Nachname für die Albaner.

Heute darf dann auch etwas Sightseeing nicht fehlen und wir wandern durchs Amphitheater inklusive der Katakomben. Ein kleines dunkles Eck war mit Resten von einem christlichen Mosaiken verziert. Schwer zu erraten, welche Gladiatoren hier ausharren mussten.

AmphitheaterUnterirdisch durchs Amphitheater von Durrës – fein zum Abkühlen, denn den Sommer sind wir noch nicht gewohnt.

MohnblumeSehr faszinierend: an den unwirtlichsten Stellen wachsen Mohnblumen und bilden einen roten Farbtupfer

Wohin der Weg und das Wetter uns weiter führen

Nachdem Pläne da sind, um umgeschmissen zu werden – diesmal zwar nicht freiwillig, aber dennoch: Die geplante Tour durchs Landesinnere von Albanien wird auf einen späteren Urlaub verschoben. Denn genau dort regnet es seit Tagen und ebenfalls verschiedenste Wetterprognosen stimmen trübsinnig. Wir werden also der Küste entlang – da kommt der Regen erst etwas später am Tag – weiter nach Norden fahren. Voraussichtlich bis Dubrovnik oder wie weit es eben relativ trocken sein wird.

Ich freu mich immer über Kommentare – 😊.

Schönes Pfingstwochenende und bis zum nächsten Ruhetag.

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